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All Eyes On … 



*english text below*

In diesen schwierigen und zuweilen traurigen Zeiten bleibt uns außer dem Netz noch eine Bühne für spannende Kunst: unser Schaufenster. Hell erleuchtet zeigen wir euch an dunklen Winterabenden zwischen 16-21 Uhr Arbeiten von jungen Leipziger Künstler*innen.

All Eyes On ... findet seit dem 13. Dezember 2020 am Stannebeinplatz 13 statt. Kommt doch mal bei einem Spaziergang vorbeigeschlendert.

All Eyes On … - window exhibition

These are tough times for sure, but we noticed that besides the WWW we have another space to show you exciting new art: our shopfront window. During dark winter evenings our window will be brightly lit between 4-9pm, showing you work by young artists every day.

All Eyes On … takes place at Stannebeinplatz 13.  Stay tuned and come by on one of those walks.

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All Eyes On #1


Pedro de Sousa Pereira

Left Hand Manual, 2020
Polylactid acid

13.12.20 bis zum 09.01.21 

"Left hand manual" lädt die Betrachter*innen zur Nachahmung und Auseinandersetzung mit ihrer linken bzw. ihrer schwächeren Hand ein. Der Gebrauch der schwächeren Hand führt oft zu zufälligen und unerwarteten Resultaten, das allgegenwärtige Chaos und das menschliche Streben nach Perfektion stoßen aufeinander.

"Left hand manual" invites viewers to imitate and engage with their left or rather weaker hand. The use of the weaker hand often leads to random and unexpected results colliding the human striving for perfection with the omnipresent chaos.

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Pedro  De Sousa Pereira

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All Eyes On #2


Malina Vaagt
Loops, 2020
Holzschrein, mixed media 

09.01.21 bis zum 03.02.21

Es war einmal - es ist - ein Mann, der war in seinem kleinen Kästchen und dachte sich Flugzeuge. In Schleifen kreisten sie in ihm und auf ihm, aus ihm, und er drehte sie, schließlich wusste er nicht mehr, was am Anfang war - er wusste nur mehr „Flugzeuge“.
Er sprach es in sein Gefäß und wenn er lauschte und ganz still war, konnte er sie hören.
Immer wenn er den Mund aufmachte – Rauschen. Immer wenn er den Mund schloss – Rauschen.
Immer wenn er schlief – Flugzeuge. Aber er schlief nicht mehr, er flog in seinem kleinen Kästchen in endlosen Schleifen. 
Es war einmal – es ist – sein Gefäß und seine Maschine, man schrieb „Und Er sah, dass es gut war“ - man sagte Rauschen.

Once upon a time - still is - a man who was in his little box and thought himself airplanes. In loops they circled in him and on him, out of him, and he turns them, finally no longer knowing what was in the beginning - he only knew „airplanes".
He spoke it into his vessel, and when he listened and was quite still, he could hear it.
Every time he opened his mouth – noise. Every time he closed his mouth - noise.
Whenever he slept – planes. But he didn’t sleep anymore, he flew in his little box in infinite loops.
Once upon a time - it is - his vessel and his machine, they wrote „And He saw that it was good" - they said noise.
(Text: Malina Vaagt)

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Malina Vaagt

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All Eyes On #3

Dina Rotaru

my body is a body, 2021
24h Performance
Stoff, Füllwatte, Garn


03.02.21 bis zum 20.02.21

Angelehnt an den Begriff „body“ als Kleidungsstück und Körper, beschäftigt sich die Arbeit mit der Objektivierung von Körpern im Alltag. Die Performance fand am 29.01.21 statt und wurde mit Audioaufnahmen dokumentiert. Übrig bleibt ein Werk als Relikt, der „body“, welcher die Grenzen von Körper und Objekt auf eine clowneske Art durchbricht. Da das Schaufenster nur ein oberflächliches Bild des Arbeitsprozesses bieten kann, lädt die Künstlerin dazu ein, dem dort angebrachten QR-Code zu folgen und mit der Audiodokumentation in ihre Erlebniswelt einzutauchen.

Dina Rotaru konzentriert sich in ihrer Arbeit mithilfe von Performance und Objekten auf soziale und zwischenmenschliche Phänomene. Im Lockdown schrumpft die Öffentlichkeit ihrer Alltags-Performance auf Mitbewohner*Innen, Menschen im Supermarkt und wenige Kontaktpersonen zusammen. Das Internet bietet einen Sprung aus der Isolation. 


Borrowing the term „body“ as something to wear and the body itself, the artwork deals with objectification of bodies in daily life. The performance took place at 29.01.21 and was documented via audio recording. What remains is an artwork as relict, that is dancing on the border between body and object in a clownesc gesture. Just as in the internet, where our bodies can’t represent our inner state or character fully, this window gets you a shallow glimpse of the works process and intensity.

Sorry to say so the audio documentation is only available in german at the moment. But you are still invited to scan the code and listen to the artists personal thoughts during the performance. Does it change the way you look at the “body”?

Dina Rotaru works with performance and objects to make social life and interpersonal phenomena a topic. The decreased publicity of performing in this lockdown-situation, made her focus on flatmates, people in the supermarket and the internet as an audience. 

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All Eyes On #4


Zeynep Şimşek
I'm not there, 2020
Ceramic, gold leaf, artificial flowers, fabric, paint

100x40x60 cm

21.02.21 bis zum 13.03.21

Ich suche Zuflucht in den Erinnerungen an die Orte meiner Heimatstadt, nach denen sich mein Herz sehnt. An denen ich mehr als die Hälfte meines Lebens verbracht habe. Die in Wirklichkeit aber nicht mehr existieren, weil sie durch Gentrifizierung zerstört wurden während ich weg war.

Simulakren füllen diese Brüche und Leerstellen meiner Geschichte aus. Kaputt und unvollständig, lediglich ein subjektives Erinnern.

Auf der Suche nach der Vergangenheit die ich hinter mit gelassen habe, versuchen künstliche Blumen, der Zeit trotzdend, die offenen Wunden nachzustellen, die ich in mir trage. Sie repräsentieren jede Facette dieser Post-Realität und überdecken die Lücken meiner Erinnerungen durch meine Fantasien.

Die Grafiken und Skulpturen von Renin Zeynep Şimşek (geboren 1992 in Istanbul, Türkei) verbinden Elemente christlicher und islamischer Kunst und schrecken dabei nicht vor Momenten des Kitschs zurück. Ihre Untersuchung von kulturellen Identitäten, von Migration und Immigration agiert jenseits ideologischer Rahmungen und sprüht dabei vor Lebendigkeit und Verspieltheit.

Taking refuge in the memories of the places in my hometown that my heart yearns for, where I spent more than half of my life, where in reality were demolished due to gentrification while I was abroad. Simulacra fills the holes in my history, broken and incomplete, just a subjective recollection.

In pursuit of the past I have left behind, in defiance of time, artificial flowers try to hastily reconstruct the open wounds I carry, experiencing every facet of this post reality, covering the gaps in my memories with my fantasies.

The graphics and sculptures by Renin Zeynep Şimşek (born 1992 in Istanbul, Turkey) combine elements of Christian and Islamic art and do not shy away from using elements of Kitsch. This examination of cultural identities, migration and immigration, stripped from any ideology, is full of playfulness and vibrancy.

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Zeynep Şimşek       

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All Eyes On #5

Alisa Semevskaya
Ih! Ah! Oh!, 2021
Installation aus Watte und Nylon

14.03.21 bis zum 04.04.21

"Die Arbeit von Alisa Semevskaya spiegelt die Abnutzung der menschlichen Hülle in der Divergenz des Gesellschaftssystems wider. Die Auflösung des Haptischen, Körperlichen proklamiert eine Welt der Distanzen, die sich durch synthetische Materialien wie Plastik oder Nylon eine Oberfläche des Organischen simuliert."
- Arté Magazyn

Alisa Semevskaya studiert außerschulische Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Künstlerisch widmet sie sich in erster Linie der Illustration, seit kurzem beschäftigt sie sich intensiver mit dem Bereich Animation. „Ih! Ah! Oh!“ ist ihre bisher erste Installation. Alisas Arbeitsweise beschreibt sie selbst als intuitiv und zerstreut, wobei sie inhaltlich ein Faible für religiöse Symbolik, Märchen, Pflanzen und Katzen hat. Ihr Künstlerinpseudonym ist nicht umsonst das russische Wort für Mieze (киса). Humor, Quatsch und Unfug spielen in Alisas Arbeiten grundsätzlich eine große Rolle.


„The Work of Alisa Semevskaya mirrors the wear of the human shell in the divergence of the social system. The dissolution of the h aptic, the physical proclaims a world of distances, which simulates itself in synthetic materials like plastic or nylon.“
- Arté Magazyn

Alisa Semevskaya is studying extracurricular art education at Leipzig University. For the most part she works as an illustrator but she is interested in a variety of artistic fields – recently she started experimenting with animation. „Ih! Ah! Oh!“ is her first installation so far. Alisa works intuitively and she has a weakness for religious iconography, fary tales, plants, and cats. There’s a reason why her artist name is the Russian word for kitty (киса). Horsing around is generally a pretty important part of her work.

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Alisa Semevskaya

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All Eyes On #6

Tim Grimmert

Böse böse Slytherin (Alan Watts and his Symbols), 2021
aus der Reihe Übergangsobjekte / from the series of transition objects

07.04.21 bis zum 18.04.21

Tim bezeichnet sich in zweiter Reihe als Homo Ludens [ˈhɔmoː ˈluːdeːns] aus dem Lateinischen; der spielende Mensch. Und plädiert in seiner Haltung an das rein kindliche Vergnügen, den Spielreiz und die Ästhetik des Schaffens. L'art pour le jeu sozusagen, Kunst um des Spielens willen.


Den Begriff der Übergangsobjekte für seine Arbeitsreihe hat er sich aus der Psychoanalyse geborgt. Für Tim sind das Objekte, die aus frei verfügbarem Material zusammenfinden und danach wieder in ihren Einzelteilen an ihre Ursprungsort zurückfinden. Der Fundus nährt sich aus Verschenkekisten und ,-regalen, vom Sperrmüll und Schrott von der Brache. Das ist ein bisschen so als hätten die Ludolfs einen Zengarten.. oder so ähnlich.


Tim describes himself as Homo Ludens [ˈhɔmoː ˈluːdeːns] from Latin; the person playing. And in his attitude pleads for the purely childlike pleasure, the playfulness and the aesthetics of creation. L'art pour le jeu, so to speak, art for the sake of playing.


He borrowed the concept of transitional objects for his work series from psychoanalysis. For Tim, these are objects that come together from available material and then find their way back to their place of origin in their individual parts. The fund is nourished from gift boxes and shelves, from bulky waste and scrap from the Brache. It's a bit like the Ludolfs had a zen garden... or something like that.

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Tim Grimmert

All Eyes On #7

Natacha Martins
Feed, 2021
Installation aus Knochen, Schokolade, Samt

Ab dem 18.04.21

Feed ist eine Installation, die unter dem aktuellen Verbrauch von Bildern erstellt wurde.
Die Struktur des Instagrams, als das auserwählte Soziale Medium, wird neu inszeniert als unser meistgenutztes Fenster zur unerreichbaren Welt. Hinter der Schaufenster wird eine beklemmende Umgebung mit Hundeknochen, einem weißen Handschuh und einem Schokoladenbrunnen
auf luxuriösen blauen Samt erschaffen.

"Natacha Martins (Aveiro, Portugal) verwendet Malerei und Malumgebungen, um das irrationale und phantasierende Verhalten der menschlichen Natur zu erforschen. Von der reinen Geste bis zur figurativen Verzerrung stützt sich ihre Arbeit auf akute Beobachtungen heiliger und der profaner Konzepte." (Portfolio: Selected Works 2019-2020)

Feed is an installation built under the current consumption of images.
The structure of the Instagram, as the selected social media, is restaged as our most used window to the unreachable world. Behind the glass, an uncanny environment is set with dog bones, a white glove and a chocolate fountain upon a luxurious blue velvet.

‘‘Natacha Martins (Aveiro, Portugal) uses painting and painting environments to explore the irrational and delirious behaviour of the human condition. From pure gesture to figurative distortion, her work draws upon acute observations of the sacred and the profane concepts." (Portfolio: Selected Works 2019-2020)

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Natacha Martins

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