

Für das Projekt „Schönefelder Streifzüge. Porträt eines Viertels im Umbruch“ realisierten wir in Zusammenarbeit mit dem Schönefelder Fotografen Fabian Heublein eine partizipative und dialogische Fotoausstellung. Die Ausstellung zeigte anhand dokumentarischer Fotos und persönlicher Erzählungen ein intimes und vielschichtiges Porträt der Bewohner*innen und ihres von Gegensätzen geprägten Stadtteils.
Der Leipziger Stadtteil Schönefeld-Abtnaundorf befindet sich gegenwärtig im Umbruch. Hier treffen Gegensätze aufeinander: Plattenbausiedlungen auf Gründerzeithäuser, leerstehende Ladenzeilen auf szenige Projekträume, dörflicher Flair auf Großstadt, Zugezogene auf Alteingesessene. Ein vielseitiger Stadtteil, der im Verhältnis zu den angrenzenden Bezirken Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf für Viele noch unbekannt ist.
Vor diesem Hintergrund hat das Team der krudebude gemeinsam mit dem Leipziger Fotografen und Künstler Fabian Heublein fünf Schönefelder:innen auf einen Spaziergang durch ihr Viertel begleiten und mit ihnen über den Alltag im Stadtteil, wichtige Orte, Wünsche und wahrgenommene Veränderungen gesprochen. Schönefelder Streifzüge. Porträt eines Viertels im Umbruch zeichnet anhand der aufgenommenen Erzählungen und Fotografien ein intimes und vielschichtiges audiovisuelles Porträt des Viertels und seiner Bewohner:innen.
Eine Beteiligungsstation lud Besuchende dazu ein, ihre eigenen Perspektiven auf Schönefeld zu teilen und im Ausstellungsraum zu hinterlassen. Unser Fokus für das Projekt und sein Rahmenprogramm lag auf dem Austausch zwischen Menschen verschiedener Hintergründe und der Frage nach einem guten und solidarischen Zusammenleben in einem zunehmend diversen Viertel.
An drei Samstagen im Ausstellungszeitraum fand eine gut besuchte Hinterhofkneipe mit Lagerfeuer zum Austausch über den Stadtteil statt. Am 23.10. richteten Diana Wesser und Sandra Plessing von den Leipziger Stadtteilexpeditionen ein mobiles Tauschcafé Schönefeld aus. Mit dem mobilen Glashaus E waren sie in Schönefeld unterwegs auf der Suche nach besonderen Orten im Viertel, persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Zukunftsvisionen. Sie tauschten Kuchen gegen Geschichten und luden ein, eine Postkarte für Schönefeld mitzugestalten, die im Rahmen der Ausstellung ausgegeben wurde.


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