Der krude Winter 2021/22

 
»sk y can dles for k«
Schaufensterausstellung - Film

10.01. - 24.01.2022

jeden Tag in unserem Schaufenster
 

"sk y

can dles

for k"

Svetlana Biryukova und Shaghayegh Telebian

Vom 14. bis 28. Dezember 2020 fand, während des Lockdowns, eine ferne Fotokommunikation zwischen den beiden Künstlerinnen statt.

Dadurch ist eine intime ausschnitthafte Welt entstanden. wie eine Fantasie; eine Insel zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen Corona, Lockdown, Yalda und Weihnachten, Einsamkeit und Ungewissheit. Durch poetische Bildsprache und die ausschnitthafte Umsetzung deuten die Bilder nur subtil auf die Lockdownzeit. 

Die Arbeiten wurden ein Jahr später, im Dezember 2021, in unserem Schaufenster ausgestellt. Ab Januar können sie dort als Film gesehen werden.

Künstlerinnen:

Svetlana Biryukova

born 1983 in Moscow, Russia

2017 graduated from Ostkreuzschule under Prof. Ute Mahler

currently lives and works in Leipzig, Germany

www.svetlana-biryukova.com

Shaghayegh Talebian

born 1990 in Tehran, Iran

currently lives in Leipzig and studies photography at HGB academy of fine arts

Subjekt und Summe
Porträts von Bäumen und Menschen

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24.02. - 06.03.

 / begleitend zur Ausstellung ist die Installation "SOL(i)D" von Kateřina Szymanski zu sehen (s.u.)

Die Anzahl an Bäumen auf der Welt übersteigt die der Menschen bei Weitem. Dennoch ist es der Mensch, der mit Gewalt über den Lebensaum Erde und seine Bevölkerung entscheidet.

Weite Teile des Planeten sind der Natur überlassen, während diese sich an anderen Orten der fortschreitenden Zivilisation fügen muss. Dabei ist bekannt, wie wichtig die Wälder für unser eigenes Überleben sind. Der Mensch braucht den Wald zur Selbsterhaltung - der Wald braucht die Gnade des Menschen, um weiter bestehen zu können. Wie bewusst sind wir uns dieser gegenseitigen Abhängigkeit?
Von besonderer Dringlichkeit ist die Beziehung zwischen Mensch und Wald auf einer Halbinsel an der Ostseeküste vor Litauen bzw. Kaliningrad geprägt. Die sogenannte Kurische Nehrung ist an den meisten Stellen nur 2 bis 3 km breit, wodurch alle Lebewesen dort ständig Wind und Meer ausgesetzt sind. Während der Ort im Sommer als schönstes Ferienziel Litauens gilt, beschränkt man sich im Winter auf das Wesentliche.

Der Fotograf Max Schaible (*1998) setzt in einer stichprobenartigen Porträtreihe Baum und Mensch in Austausch – auf Augenhöhe. Von den individuellen Betrachtungen (SW-/Farbfilm) geht eine erfrischende und unschuldige Leichtigkeit aus. Die Bewohner:innen zeigen Respekt vor der Natur. Entwickeln sich Zivilisation und Wald mit- oder gegeneinander? Wieviel Kontrolle darf sich der Mensch leisten, wieviel Kontrolle ist für den Erhalt erforderlich?

//RAHMENPROGRAMM//

04.03. 14:30  Workshop Verbindung durch den KörperGeist

            16:00  Diskussion

 

Das Projekt wird vom Kulturamt Leipzig der Stadt Leipzig und vom StuRa der HTWK gefördert.

 

Die Ausstellung findet unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt geltenden Infektionsschutzregelungen statt. 

Bildschirmfoto von Svetlana_Shaqayeq_skycandelsfork_edited.jpg

SOL(i)D_
Kateřina Szymanski

Bildschirmfoto 2022-01-22 um 20.31.15.png

24.2. - 06.3.

begleitend zur Ausstellung "Subjekt und Summe"

Wie sehen die Machtverhältnisse aus, wenn ein Unternehmen in die Umwelt eingreifen will? Wessen Selbsterhaltungstrieb ist hier relevanter für die Gesellschaft, die des Unternehmens oder der Natur? Wie gehen wir mit dieser Ungleichheit der Kräfte um, und auf welche Hindernisse stoßen wir ständig, die eine offene und gesunde Diskussion verhindern?

Die Installation SOL(i)D von Kateřina Szymanski spiegelt den sanften und sensiblen Tätigkeitsdrang von Julius Kraft - als Naturwissenschaftler, Umweltschützer und vor allem als Individuum - wieder. Als Einzelperson hat man gegenüber einem großen Investor kaum Chancen, in einen Dialog zu treten und ein sensibles und respektvolles Landschaftsmanagement zu erreichen. Krafts Ziel ist es, die Natur einfach Natur sein zu lassen. Er streift durch das Gelände auf der Suche nach gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, um sie dann in Datenbanken gefährdeten Arten einzutragen. Der Investor ist dadurch gezwungen, auf diese Tatsache zu reagieren. So werden umweltzerstörende Handlungen zumindest verlangsamt und kompliziert.
Können aber dadurch die Pläne, die lokalen Lebensräume gefährden, wirklich gestoppt werden?

Verbindung durch den KörperGeist - Workshop mit Natascha Noack
Wenn Perspektiven, Motive und Werte unvereinbar erscheinen, wird es zu einer großen Herausforderung, sich respektvoll zu begegnen (oder überhaupt zu verbinden). Die Verbindung ganz aufzugeben, war jedoch immer nur für diejenigen eine Option, die von Gewalt und Grabenkämpfen profitieren. Was also tun? Wir wollen Verbindung über den Körper erforschen (Verbindung zu uns selbst, zu einem Partner, zu einer Gruppe und zu dem, was uns umgibt), um neue Wege zu entdecken und alternative Strategien entwickeln zu können...

Die Ausstellung wird von einer Diskussion mit Vertretern aus Wissenschaft und Kunst, Kateřina Szymanski(CZ), Kristyna Svobodova(CZ/DE) und Natascha Noack(DE) begleitet. Sie sprechen darüber, wie unterschiedlichen Disziplinen eine gemeinsame Sprache gegen die Zerstörung finden können, um ihre Anliegen der Öffentlichkeit zu vermitteln.

 

//RAHMENPROGRAMM//

04.03. 14:30  Workshop Verbindung durch den KörperGeist

            16:00  Diskussion


Das Projekt wird vom Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds unterstützt, Studio ALTA und Bazaar festival.